EORI ist nicht die Mehrzahl von Eora

Die Europa-Wahlen sind vorbei und endlich verschwinden die Plakate wieder aus den Straßen. Trotzdem hadere ich noch mit der Europäischen Union, genauer gesagt, mit der Zollunion.
Der freundliche Zollbeamte lacht mich ein bisschen aus, als ich antworte: „Ich habe keine Ahnung von gar nichts; meine Steuerberaterin wartet immer noch auf eine deutsche Version meines Vertrages, damit wir die Parameter abstecken können.“ Da ich aber angebe, einen Gewerbeschein zu haben, drückt er mir ein Formular in die Hand. EORI-Nummer …das kenne ich doch von der Arbeit her! Die Erklärung zum Ausfüllen der Seiten ist genauso lang wie das Formular selbst. Worum es sich handelt?  Es ist eine „Nummer zur Registrierung und Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten“ (Zoll-online). Jetzt bin ich auch noch eine Wirtschaftsbeteiligte!
Die Erklärung des Zolls ist mir bekannt. Sie ist knapp gehalten, aber da gibt es ein Merkblatt von … 211 Seiten Umfang?! AYFKM? Möglicherweise soll man das ja gar nicht erst verstehen, denn es sichert garantiert die Arbeitsplätze der Menschen, die es einem erklären können. Insofern sehe ich die mit dem Gewerbeschein verbundene Zwangsrekrutierung durch die Industrie- und Handelskammer nun schon ein kleines bisschen positiver. Da sitzt bestimmt so eine(r), die/der das kann.

Also werde ich wohl zum „NewKammer-Tag“ der IHK gehen. In der Einladung fragen sie, was die IHK für mich tun kann. Außer mein Buch zu kaufen? Natürlich meine Zoll- und Steuerfragen beantworten!

Und nun zurück an die Arbeit zum zweiten Handlungsstrang, wo Rhodegast von Elandras, der Onkel der Celdrick-Söhne, mit seiner Frau Rashane die Eltern Kyes und Conns besucht. Die beiden tauchen in Band 2 zum ersten Mal auf. Meine Tochter meint jedenfalls:

„Mama, können die nicht die Hauptcharaktere des Buches werden?“

„Wir wollen nicht gleich übertreiben, Kind!“

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Zauberer mit Telefon

Glücklicher März!
Es hat Spaß gemacht nachzuschauen, wie sich die Zahl der auf Amazon verkauften Exemplare Woche für Woche vermehrt hat. Ein Gewerbe habe ich inzwischen auch angemeldet. Ich bin nun ein Verlag und kann die für mich gedruckten Autorenkopien auch direkt verkaufen. Peinlich ist mir dabei aber, dass ich für Freunde und Bekannte auch noch eine Widmung reinschreiben soll. Du liebe Zeit! Was schreibt man denn in ein Buch? Vielen Dank für Ihren Einkauf, wie auf dem Kassenzettel? Wehe, es gefällt dir nicht? Das wohl kaum. Irgendetwas ist mir zum Glück immer eingefallen.

Es steht ja ohnehin zu befürchten, das ich in meinem Freundeskreis die Einzige bin, die ab und zu einen Fantasy-Roman in die Hand nimmt; vielleicht mal abgesehen vom Herrn der Ringe, den einige in ihrer Jugend gelesen haben. Daher auch die Klagen, dass es anstrengend ist, sich die schwierigen Namen zu merken.
Fantasy-Fans sind diesen Kummer gewöhnt und tatsächlich ist ein großer Teil der Namen weder ausgedacht noch alt. So sind die Wikinger ganz einfach Telefonbüchern, die Freunde mir von Reisen nach Schweden, Norwegen und Island mitgebracht haben, entnommen. Bei den Alberniziern ist es, zugegebenermaßen, schon etwas komplizierter: Die Grundlage bildeten die Königreiche Alba und Bernicia aus dem Britannien des 6. Jahrhunderts. Dementsprechend habe ich im Internet gegraben, wo fleißige Leute angelsächsische Männer- und Frauennamen zusammengetragen haben (geschichtsbesessene Engländer würden mir wegen der Vermischung wohl den Kopf abreißen). Und wo ich dann schon einmal dabei war, habe ich auch bei Namen der Goten und Merowinger nachgeschaut. Die Zauberer haben mir lange Zeit Sorgen bereitet, sollten sie doch klangvolle, exotische Namen haben. Dann besuchte, aufgrund welcher verschlungener Pfade auch immer, ein litauischer Premierminister in den 90er Jahren eine evangelische Kirchengemeinde in Aschaffenburg. Sein Vorname war Gediminas und ich dachte: Das isser! Älterer Herr, alter Name – so wie Wilhelm, Heinrich oder Emil heute eher ungebräuchlich. Im Internet fand ich dann unter Könige von Litauen ganz wunderbare männliche Vornamen. Kurz vor der Veröffentlichung holte mich dann aber die Realität ein bei der Nachverfolgung eines Anrufes in Abwesenheit. Ein Mann, dessen Stimme so klang als sei er in meinem Alter, sagte: „Ah, das war bestimmt mein Sohn. – Gediminas, kommst du mal ans Telefon?!“ Ich habe tapfer die Überraschung und das Lachen niedergefochten und dem jungen Mann, da sich der Auftrag erledigt hatte, verraten, dass ein Zauberer in meiner Geschichte auch Gediminas heißt (aber nicht, dass er der böse Zauberer ist). Im Gegensatz zu mir fand er seinen Namen aber nicht wunderbar, sondern meinte, er sei eher schwierig. Tja, hätte ich da auch mal ein Telefonbuch gehabt … So habe ich schnell noch eine Entschuldigung bei allen Gediminassen in die Widmung am Buchanfang geschrieben. Und allen, die sich mit den Namen schwer tun, verrate ich, dass sich hinten im Buch eine Personentabelle befindet, in der alle wichtigen Charaktere fett gedruckt sind. Im zweiten Band schreibe ich dann auch noch einen Hinweis darauf an den Buchanfang, für den Fall, dass doch nicht jede(r) Leser(in) zuerst das Ende des Buches durchblättert.

Der April war verkaufstechnisch, wie schon erwartet, ein eher ruhiger Monat. Leute, die mich kennen, haben ein Exemplar gekauft; der überwiegende Teil von ihnen hatte das schon im März getan. Nun muss ich mir überlegen, wie ich Leute, die mich nicht kennen, dazu bringe zu kaufen. Ja, ja, ich habe gesagt, es ist immer noch ein Hobby, aber irgendwie hat mich doch der Ehrgeiz gepackt – und das bei meinem Budget!

Ein paar Ideen habe ich aber schon zusammengetragen.

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Es lebe das Papier!

Oh, Mann! Immer noch so viele Fehler. Die habe ich in Jahren auf dem Computer-Bildschirm nicht gesehen, aber jetzt in meiner pünktlich eingetroffenen, papierenen Prüfversion aus den USA. Zum Glück vor dem Hochladen zu Amazon. Die meisten sind Kommafehler, aber auch vergessene Buchstaben und ein fieser Wortdreher: „Der junge Mann vehement schüttelte den Kopf.“ Gruß, Yoda, oder was? (Wie – Ihr habt Starwars nicht gesehen?!)
Und dann geht das Spiel wieder von vorne los. Silbentrennung und halbe Zeilen am Seitenanfang. Nach den anderen schaue ich jetzt nicht mehr. Die Geschichte hat viel wörtliche Rede und wenn ich weiter daran herumbastele, geht am Ende noch der Schwung verloren. Ich lade wieder hoch und – wie bitte?! Schon wieder ein Problem. Die Landkarte hat angeblich zu wenige Punkte pro Zoll. Dabei habe ich daran doch gar nichts mehr geändert. Wer hat meine dpi geklaut?! Aber ruhig Blut, diese Sache habe ich ja im Griff. Denkste! Die Karte will absolut nicht mehr dahin, wo sie mal war.

Während das Buch erneut die Prüfung durchläuft, beschäftige ich mich mit dem Kaufpreis, der – einmal festgelegt -, in Deutschland ein Fixpreis ist. Herstellpreis + Versandkosten aus USA + Einfuhrumsatzsteuer stellen die Basis dar. ISBN und Foto- und Coverkosten lasse ich ganz außen vor. Ich erreiche den Break-Even-Point oder nicht. Es war schließlich mal ein Hobby. Skifahrer und Golfspieler geben für ihre Hobbys garantiert mehr aus als ich. Und hier muss ich jetzt auch eine Bresche für Amazon schlagen. Die bezahlen angeblich ihre Angestellten schlecht. Wenn ich den üblichen Buchhandels- und Barsortimentsrabatt in meine Berechnung einpflege, der anfällt, wenn ich mich im Verzeichnis lieferbarer Bücher eintrage (kostenpflichtig), damit Buchhandlungen mein Buch finden und bestellen können (dafür wollen sie berechtigterweise auch Geld haben), ist meine Geschichte nach dem Verpacken schon nicht mehr konkurrenzfähig mit den Preisen richtiger Verlage. Hier ist nämlich der Autor das Ende der Kette. Also ist mein Buch entweder viel teurer als Konkurrenzprodukte oder ich lege sogar noch ein paar Cents drauf für das Prestige, dass mich ein Buchhändler findet, und bete mir wieder vor Hobby, Hobby, Hobby.
Schließlich einige ich mich mit mir, erst einmal nur bei Amazon zu bleiben und € 9,99 als Verkaufspreis festzusetzen. In der CreateSpace-Plattform muss ich einen Netto-Preis angeben. Also € 9,99 : 107 x 100. Macht € 9,33 (abgerundet – ich bin vorgewarnt, dass die Amis irgendwie anders rechnen). Inzwischen ist die Prüfung durch und ich lade mein Buch endlich zur Veröffentlichung hoch. Danach feiere ich erst einmal Karneval in Kölle. Das vereinfacht die Warterei enorm. Alaaf!

großformat

Nach den ganzen Zwischenmails von CreateSpace hätte ich nun doch erwartet, dass eine Benachrichtigung kommt, dass mein Titel jetzt erhältlich ist und nicht klammheimlich erscheint.

MEIN TITEL IST JETZT ERHÄLTLICH!

Aber nicht für € 9,99, sondern für € 9,94. Nachdem das erste Glücksgefühl abgeebbt ist, finde ich das blöd. Mit 95 bis 98 Cents hinter dem Komma hätte ich mich ja noch abgefunden, aber 94? Da in der Kürze der Zeit aber noch niemand ein Buch bestellt hat, ändere ich den Netto-Preis schnell noch auf € 9,34. Macht aber auch nicht € 9,99, sondern € 10,00. Na, schön. Dann verzichte ich eben auf die Augenwischerei mit dem einen Cent und betrachte die runde Summe als ehrlichen Preis. Trotzdem frage ich mich, wie viele Nachkommastellen tatsächlich in die Berechnung auf der US-Plattform eingegangen sind.

Und das allererste Buch habe ich dann gleich selbst bestellt!

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Cover Up!

Das mit dem Einband war dann doch nicht so schlimm wie erwartet, trotz anfänglicher Schwierigkeiten:
Die Preise von Buchillustratoren kann ich gut nachvollziehen, nur leisten kann ich sie mir leider nicht. Und im Internet gibt es zwar enorme Bestände frei verfügbarer, kostenloser Bilder zum Herunterladen, ein Blogeintrag zu diesem Thema merkt jedoch hilfreich an, dass eine Verfremdung oder Teilausschnitte dieser Bilder auf dem Cover nötig sind, da man nicht immer sehen kann, wie oft ein Bild schon heruntergeladen wurde. Die Bloggerin hat schon drei verschiedene Bücher mit demselben Einbandbild gesehen!
Ein paar Tage brüte ich über diesem Thema, doch dann schüttele ich nur den Kopf. Eigentlich liegt schon seit einigen Jahren ein Cover-Entwurf auf meinem Rechner und die Urheberrechte daran habe ich auch, da ich die Karte selbst gemalt und auch das Foto geschossen habe.

In diesem Zusammenhang fällt mir dann wieder ein, dass der Plinke davor warnt, Schriftarten zu benutzen, ohne zuvor die Lizenzfrage zu klären. Für den Buchtitel und die Kapitelüberschriften bekomme ich den Segen der Designer, aber ausgerechnet die Schrift auf der Landkarte ist nur für den privaten Gebrauch.
Ich fluche ein wenig, stelle zwei Wohnzimmerstühle auf, nehme einen Bilderrahmen auseinander, lege die Glasscheibe auf die Stühle, die alte Karte darauf – sie war nur für den Hausgebrauch -, und ein neues DIN A 2 -Blatt Aquarellpapier darüber. Leider scheint da gar nichts durch. Also borge ich mir die Nachttischlampe meiner Tochter. Die könnte auch mal wieder abgestaubt werden (die Nachttischlampe, nicht meine Tochter). Ruckzuck ist eine neue Karte fertig. Die geographischen Namen schreibe ich nun in Times New Roman und Kapitälchen. Das ist zwar viel langweiliger als vorher, aber dafür sicher.
Davon brauche ich nun eine jpg-Version, mindestens 300 x 300 dpi, besser aber höher. Die freundliche Mitarbeiterin des Copy-Shops bringt das Computersystem mit 1200 x 1200 dpi erst einmal zum Abstürzen, aber am Schluss halte ich doch eine CD mit einer brauchbaren Auflösung der Karte in Händen. Zeitgleich schicke ich meinen Sohn zum Fotografen.
Wer setzt mir nun meinen laienhaften Entwurf in eine druckfertige pdf-Datei um?
Da hatte ich doch im letzten November über einem Glas Sekt eine Grafikerin kennengelernt. Und sie hatte mir ihre Karte mitgegeben … die habe ich wo hingetan? Hier: www.farbkontrast.com. Ihr Büro ist praktisch um die Ecke. In null Komma nichts ist meine Karte verwittert und das Foto ein Gemälde geworden. Das gefällt!
Nun prüfen echte Menschen mein Cover und Impressum und …

ES GEHT DURCH!

CreateSpace hat eine 3D-Funktion, in der man das Buch virtuell drehen kann. Ich bin begeistert und bestelle sofort ein Ansichtsexemplar … in Amerika! Deutsche On-Demand-Bücher werden in Leipzig gedruckt, Autorenkopien in den USA. Das heißt, sie müssen durch den Zoll und unterliegen der Einfuhrumsatzsteuer.
Da schleicht sich durch die Hintertür all das ein, was ich gern vermieden hätte. Steuer-beraterin sagt, wir warten die erste Rechnung ab, dann sehen wir schon.

Dabei wollte ich doch einfach nur ein Buch schreiben!

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Fisselsarbeit oder von Schusterjungen und Hurenkindern

Anscheinend bin ich nicht intuitiv und wenn ich meine Fragen zur Blog-Erstellung im deutschen wordpress-Forum schon finde (immerhin bin ich nicht die einzige, der es so geht), kann ich leider die Antworten nicht umsetzen. Gerichtet hat es, wie schon so häufig, IT Imhof aus Aschaffenburg-Damm, die sich auch sonst prompt und kompetent um meinen Computer kümmern und die ich hier gern empfehle (www.it-imhof.de).

Inzwischen ist viel passiert: Aus einer vagen Idee ist ein Projekt geworden, dem ich mich 24 Stunden am Tag widmen könnte.

Vor Jahren, als wir noch mit der D-Mark bezahlt haben, hatte ich mein Manuskript schon einmal an mehrere Verlage geschickt. Damals war der überwiegende Tenor, dass nur noch veröffentlicht wird, was im Ausland schon ein Erfolg war. Heutzutage wird ohne Begründung abgesagt oder – aufgrund der großen Zahl eingereichter Manuskripte, so die einschlägigen Webseiten -, erst gar nicht geantwortet. Macht nix! Ich habe einen Plan B:

Selbst veröffentlichen.

Die Wikipedia erzählt mir etwas über Vanity-Projekte – schön, dann ist es eben ein Prestigeobjekt für meine Kinder.  Erst einmal muss einschlägige Literatur her.
„Mini-Verlag – Selbst ist der Verlag!“ von Manfred Plinke erklärt mir sehr anschaulich, was ich alles nicht will und worauf ich unbedingt achten sollte.
Also doch Amazon CreateSpace? Ein Buch dazu verspricht eine einfache Erklärung und tatsächlich ist die Anmeldung schnell erledigt, aber dann geht’s gleich los: Richtige ISBN-Nummer oder CreateSpace-Nummer? Es soll ein richtig richtiges Buch werden. 85 Euro sind schnell überwiesen und am übernächsten Tag kommt schon die Vorab-E-Mail der Agentur für deutsche Buchmarktstandards, zwei Tage später der komplette Brief. Strichcodes bestellen? Da war doch was auf der Rückseite von Büchern!
Nun geht’s ans Eingemachte:

Die Formatierung des Manuskripts zum Hochladen
in das Herstellungs- und Drucksystem.

Fangen wir mal mit den Kopf- und Fußzeilen an. Ein bisschen Ahnung habe ich, aber warum die Seitenzahl mit verschwindet, wenn ich über Kapitelüberschriften keine Kopfzeile haben will, ist mir schleierhaft. Irgendwie habe ich Word überlistet. Wie ist mir nicht ganz klar. Nun kommt die Silbentrennung. Automatische Silbentrennung ist katastrophal, weil sie Eigennamen mittrennt, also STR+ Z drücken und Wörter manuell trennen. Der Rhythmus ergibt sich schnell. Zeilenenden auf „au-“, „ih-“, oder „unwe-“ (das „sentlich“ in der nächsten Zeile ist glatt eine Offenbarung!) möchte ich nicht sehen, die klassischen deutschen Vorsilben sind aber in Ordnung. Bei 240 Seiten dauert es so seine Zeit …
Jetzt sind die „Hurenkinder“ dran. Ja, richtig gelesen! Hurenkinder sind die Ausgangs-zeilen eines Absatzes und sie dürfen nicht allein am Seitenanfang stehen. (Von der fehlenden Lobby für diese Gesellschaftsgruppe gar nicht zu sprechen! Immerhin erklärt die Wikipedia, dass sie auch „Witwen“ genannt werden, was aus dem Englischen übernommen wurde.) „Schusterjungen“ oder „Waisen“, die einsame Zeile am Seitenende, sind das Pendant dazu. Ich schaue einige deutsche und englische Romane durch, und während Schusterjungen durchaus vorkommen, sind Hurenkinder wohl tatsächlich absolut verpönt. Zunächst versuche ich es mit der Absatzkontrolle, doch das hat zum Ergebnis, dass der Text vor dem Seitenende aufhört, was ebenfalls in keinem der durchgeblätterten Romane vorkommt. Also muss ich mit der Silbentrennung arbeiten, damit sich hier und da eine Zeile dehnt, Text streichen oder eilige Neuschöpfungen kreieren, die über die erste Zeile hinausgehen. Das dauert noch länger …
Und Hurra! (Ironie) Ich habe denselben alten Fehler wieder gemacht und nicht bis zum Ende der „Gebrauchsanweisung“ für CreateSpace gelesen. Der Innenrand der gegenüber-liegenden Seiten muss ab 150 Seiten breiter sein.

Was muss ich nach der Randkorrektur tun?
a) die Silbentrennung neu durchlaufen lassen oder
b) die Seitenanfänge nacharbeiten.

Beide Antworten sind richtig. Auf ein Neues denn! Immerhin habe ich das mit der manuellen Silbentrennung jetzt besser drauf und nach zwei oder drei Stunden bin ich schon fertig …

Der Interior Reviewer von CreateSpace ist eine Klasse für sich. Gleich in mehrerlei Hinsicht. Es ist toll, von Seite zu Seite zu blättern, um einen realen Eindruck vom Innenleben meines Buches zu bekommen. An der Seite werden die drei Probleme aufgelistet, die die Online-Prüfung des Layouts erkannt hat. Ich habe einige Einstellungen bei der pdf-Umwandlung nicht beachtet, deshalb ist die Auflösung der Landkarte für den Druck zu niedrig. Außerdem haben sich die Ränder bei der Umwandlung verschoben. Bis auf die Karte und die Tabelle am Ende wurde es aber schon automatisch korrigiert. Okay, dann behebe ich das mal in der Word-Datei, die ich dann nachfolgend statt einer pdf-Datei hochlade. Letztere hätte wiederum das Lesen einer Anleitung erfordert.
Zwei Probleme, hm. Das erste ist tragisch, weil auf JEDER Seite. Der Innenrand ist zu schmal. Wenn 2,54 cm ein Zoll sind, ist er das aber nicht. Ich gebe dem Team das er-wünschte Feedback zu seiner Beta-Version mit dem Rat, die Minimumwerte zu erhöhen (hatte ich erwähnt, dass ich nebenberuflich Briefbeschwererin bin?). Und wo ich gerade so schön in Schwung bin, frage ich auch im Interesse eventueller anglophober Mitstreiter und Mitstreiterinnen, wie es mit einer deutschen Version wäre. Danach mache ich mich an die Neuverlegung von Silben und Hu… Witwen. Fehlerfreiheit ist schon längst nicht mehr garantiert – der Mausfinger hat einen Tremor! Ich gebe noch einmal 0,85 cm nach und …
noch ein Problem. Wieder die Karte und die Tabelle. Das mit der Karte habe ich schnell erledigt, bei der Tabelle klappt’s nicht und wieder nicht und …
Im sechsten Anlauf gelingt es dann.

Herzlichen Glückwunsch, Christie Ann! Sie können jetzt mit dem Cover weitermachen!

Mir schwant Böses!

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Eigentlich …

… wollte ich immer Augenärztin werden. Aber ich war eine bequeme Schülerin und so wurde das nichts mit dem Numerus Clausus für ein Medizinstudium. Für Chemie hat es aber gereicht. Leider merkte ich dann schnell, dass mich die Mathematik und Physik, die jenseits der Schule gelehrt wird, restlos überforderte.

1983: Die Geschichte vom Regenbogenland

1983: Die Geschichte vom Regenbogenland

Mit meinen neuen Freistunden wusste ich etwas anzufangen: Ich begann ein Märchen zu schreiben – ganz ordentlich mit Feder, Tusche und kleinen, selbst gemalten Bildchen und selbst gebasteltem Umschlag. Studienmäßig habe ich mich dann zu den Sprachen hin orientiert und bin dabei geblieben.

Und auch beim Schreiben von Geschichten.

Tatsächlich ist es nur eine Geschichte, dafür umso länger. In meinem Computer sitzen zurzeit etwa 1.500 DIN A4-Seiten Mord und Totschlag in einem imaginären Mittelalter mit Zauberern, Hexen und Geistern (sorry, keine Elfen und Orks). Es soll mal fünfbändig werden – wir werden sehen. Gerade schreibe ich an Band 4, sehe aber noch einigen Bearbeitungsbedarf im zweiten und dritten Band. Beides stelle ich gerade hinten an, denn ich habe ein Versprechen gegeben.

“Mama, es wurden schon viel schlechtere Romane veröffentlicht!”

Nivelliert meine Tochter da nicht gleich von vornherein mein Talent - so wie bei Dieter Bohlens “Nett ist die kleine Schwester von Scheiße”? Aber ich tue ihr Unrecht. Sie mag meinen Roman. Und ein Tolkien bin ich wahrscheinlich nicht. Das Studium der englischen und romanischen Literatur habe ich letztlich auch gegen praktisch verwertbares Übersetzen getauscht (die Angst vor der brotlosen Kunst).

Also bringe ich den ersten Band meines Fantasy-Romans nach dreißig Jahren nun endlich heraus. Die Zahl 30 ist dabei rein rechnerisch zu betrachten. Zwischendurch lag das Manuskript, das ich zunächst auf einer emaillierten AEG-Schreibmaschine getippt hatte, jahrelang in irgendeiner Kiste, während ich damit beschäftigt war, zwei Kinder groß zu ziehen. Das größte Problem dabei bin ich aber selbst: Die Geschichte ist immer nur ein Hobby gewesen und nun wird sie möglicherweise von Leuten gelesen, die mich kennen. Was denken die dann von mir? Der Schund passt zu ihr?

„Mama, andere Leute werden mit glitzernden Vampiren berühmt!“

Okay. Augen zu und durch. Dieser Blog wird wohl auch eine Eigentherapie.

Falls er denn endlich funktioniert …

Das Kopfbild stammt aus meinem letzten Urlaub: Abendstimmung auf den Lofoten.
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